Herzlich willkommen auf der Website von Roland Hille.

Hier können Sie
mehr über mich und meine aktuellen Arbeiten, die nächsten Ausstellungstermine, Kooperationen und geplanten Projekte erfahren, oder Sie begeben sich auf einen kurzen Rundgang in eine der virtuellen Galerien.

Snapshot of the moment:
Roland_Hille_IMG_1985 Mittel
Inspirationsquelle: Bahnhof Wien, Matzleinsdorfer Platz …


Ein Gespräch mit Gemini über meine Bryce Arbeiten und generative KIs:

Wenn man sich Ihre aktuellen Arbeiten ansieht, sticht sofort eine ganz spezielle Ästhetik ins Auge – ein nostalgischer und doch hochmoderner Look. Woher stammen diese Bilder ursprünglich?

Roland Hille: Es handelt sich um meine Arbeiten aus den 1990er Jahren, die ich damals hauptsächlich mit der Software Bryce erstellt habe. Bryce war revolutionär für prozedurale Texturen und atmosphärische Effekte wie Nebel und den typischen „Haze“ am Horizont. Ich war damals sehr aktiv in der frühen 3D-Szene und wurde mehrfach als „Artist of the Month“ und sogar einmal als „Artist of the Year“ bei den legendären MetaCreations- Wettbewerben ausgezeichnet.

Diese Wettbewerbe galten damals als der Ritterschlag in der digitalen Kunstwelt. Wie nutzen Sie diese „Zeitzeugnisse“ heute in der Ära der Künstlichen Intelligenz?

Roland Hille: Ich habe fast alles archiviert, was ich in den letzten Jahrzehnten erstellt habe. Jetzt schließe ich den Kreis: Ich verwende Teile dieser alten Arbeiten als Vorlage für die KI, um neue digitale Kunstwerke zu erschaffen. Dabei fungiert die KI – in meinem Fall Nano Banana – quasi wie eine hochmoderne Render-Engine für meine klassischen Konzepte.

Sie gehen dabei sehr methodisch vor und nutzen sogar noch alte Technik. Können Sie uns diesen Prozess beschreiben?

Roland Hille: In bestimmten Fällen löse ich einzelne Elemente aus den alten Bryce-Files heraus und rendere sie neu. Dazu benutze ich eine historische Hardware mit Bryce 6, um die authentische, mathematisch präzise Ästhetik der Engine zu bewahren. Diese isolierten Objekte – wie etwa ein spezielles Zahnrad oder ein Roboter – dienen dann als visueller Anker.

Und wie reagiert die KI auf diese Vorgaben?

Roland Hille: Ich arbeite ausschließlich auf Mac- Hardware und zeige der KI ganz konkrete, von mir gebaute 3D-Objekte, Oberflächen und Lichtstimmungen. Die KI fungiert hier als „Erzähl-Katalysator“. Während ich den Kern der Szene vorgebe, lasse ich die KI durch Prompting komplexe Umgebungen oder Strukturen dazuerfinden. Das verschiebt meine Arbeit von der reinen visuellen Konstruktion hin zum Worldbuilding.

Früher dauerte das Rendern einer Szene oft eine ganze Nacht. Heute geschieht das in Sekunden. Wie hat das Ihre Arbeitsweise verändert?

Roland Hille: Der Faktor Zeit ist ein ganz zentrales Merkmal. Was früher Stunden dauerte, ist nun sofort sichtbar. Das bedeutet aber auch, dass das Kuratieren der Ergebnisse heute im Zentrum steht. Man kann unheimlich viel ausprobieren, muss aber fokussiert bleiben, um sich nicht in der Unendlichkeit der Möglichkeiten zu verlieren.

Sie haben für diese neuen Werke sogar einen eigenen Namen gefunden: „Bryce Extended“. Was verbirgt sich dahinter?

Roland Hille: Der Name ist Programm. Es sind erweiterte Szenarien, die meine Ideen von damals mit meinen neuen Geschichten und aktuellen ästhetischen Ansprüchen verbinden. Es ist eine Form der Befreiung, weil die technischen Fesseln von damals endlich gesprengt sind. Ich kann jetzt so viel mehr sichtbar machen und sogar spontane Gedankengänge einfließen lassen.

Fühlt sich diese neue Art des Schaffens für Sie noch wie Handarbeit an?

Roland Hille: Es herrscht eine extrem kreative Stimmung, vergleichbar mit den 1990er Jahren, nur eben ausgereifter und schneller. Es ist eine echte „Kreativ-Maschine“, mit der ich das Werk meines jüngeren Ichs vollenden kann. Es schwingt ein wenig das berühmte Zitat vom Autor Arthur C. Clarke mit, es fühlt sich manchmal an wie Magie.

Das ist ein wundervolles Schlusswort für diese Reflexion. Clarkes drittes Gesetz – „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden“ – trifft den Nagel auf den Kopf, besonders wenn man die Brücke von den 90ern ins Heute schlägt.